Vorbereitungsseminar Oslo

By Timo de Vries

…nachdem wir zurück gewandert und mit der Fähre übergesetzt sind kamen wir am Mitwoch den 17. September in der deutschen Gemeinde an. Im Gemeindesaal haben wir die nächsten fünf Tage übernachtet, das Seminar abgehalten und uns in der angrenzenden Küche weiterhin selbst versorgt.

Das Oslo-Seminar bestand im wesentlichen daraus die Stadt an sich kennen zu lernen: Wir haben verschiedene Einrichtungen wie das „Storting“ (Parlamentsgebäude), das Holocaust Center und die Oper mit der gesamten Freiwilligen-Gruppe besichtigt. Am Freitag wurden wir dann in zweier Gruppen aufgeteilt und haben Organisationen und Einrichtungen der Stadt besucht. Ich war mit Samuel in der „Bymisjon“ (Stadtmission) und konnte hier einiges über Obdachlose, Drogenabhängige und soziale Ausgrenzung in Oslo erfahren. Ein sehr interessantes Gespräch, wo man doch eigentlich immer positives über das norwegische Sozialsystem hört.

Abgesehen von diesen Seminarpflichtpunkten hatten wir aber auch genügend Freizeit um die Stadt auf eigene Faust kennen zu lernen. Dies beschränkte sich aber im wesentlichen auf das Stadtzentrum: Dieses ist geprägt von der „Karl Johans Gate“, der Hauptstrasse, die Vom Bahnhof bis zum Schloss führt und das pulsierende Leben Oslos in ihrem Umkreis versammelt. Hier finden sich Geschäfte, Bars, Kneipen, Clubs, die Universität u.ä..
So war ich in verschiedenen Geschäften, habe mir eine Norwegische Handynummer besorgt, habe einfach am Hafen gesessen und das Wetter genossen und bin mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren. Die beiden Wochenend-Abende war ich, mit einem Freiwilligen, der schon seit einem halben Jahr in Norwegen ist, in zwei Clubs. Hier erreichen die Preise (die eh schon unglaublich – und in diesem Umfang unerwartet – hoch sind), ihren Höhepunkt! So zahlt man für die einfachsten Clubs ca. 12€ Eintritt und für ein Bier ca. 9€! Aber auch in den Supermärkten ist man zu Hause ganz andere Preisdimensionen gewohnt und so werde ich wohl das nächste Jahr verdammt sparsam leben müssen…

Die Preise sind aber auch das einzig negative was ich über Oslo sagen kann. Hiervon abgesehen bin ich durchweg begeistert von dieser Stadt! So freue ich mich auch am nächsten Wochenende die Freiwilligen dort zu besuchen und weitere zwei Tage in Oslo verbringen zu können…

die Karl Johans Gate

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